Ärzte in Hausarztpraxen und Facharztpraxen verbringen täglich Stunden mit der Dokumentation — Arztbriefe, Befundberichte, Überweisungen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Formulare. Textbausteine für Arztpraxen beseitigen diese Wiederholung, indem standardisierte Formulierungen in einer durchsuchbaren Bibliothek gespeichert werden, die in jedem Praxisverwaltungssystem, Textverarbeitungsprogramm und E-Mail-Client funktioniert.
Warum Hausarztpraxen und Facharztpraxen Textbausteine brauchen
Von der SOAP-Dokumentation über Arztbriefe bis hin zu KV-Abrechnungstexten und IGeL-Aufklärungen — der Praxisalltag erzeugt enorme Mengen wiederkehrender Texte. PhraseVault® speichert häufig verwendete Formulierungen in einer Bibliothek, die systemweit funktioniert — ob im Praxisverwaltungssystem (PVS), in Word oder in Ihrer E-Mail. Im Gegensatz zu PVS-internen Textbausteinen (etwa in Medistar, CGM M1, medatixx oder Turbomed) funktioniert PhraseVault anwendungsübergreifend: Dieselbe Bibliothek steht Ihnen im PVS, im Arztbrief, in der E-Mail an die Krankenkasse und im Formular für die KV zur Verfügung.
Befunde & Untersuchungsdokumentation
Standardisierte Befundtexte für Normalbefunde beschleunigen die Dokumentation erheblich. Statt jeden Normalbefund neu zu formulieren, fügen Sie bewährte Textbausteine ein und passen nur die Abweichungen an:
Normalbefund — Allgemeinzustand:
AZ gut, EZ normal. Patient wach, orientiert, kooperativ. Keine akute Beeinträchtigung. Vitalzeichen im Normbereich.
Normalbefund — kardiovaskulär:
Herz: Regelmäßige Herzaktion, rein, keine pathologischen Geräusche. Keine periphere Ödeme. Periphere Pulse beidseits tastbar.
Normalbefund — pulmonal:
Lunge: Vesikuläres Atemgeräusch beidseits, keine Rasselgeräusche, kein Giemen, kein Stridor. Atemexkursion seitengleich.
Normalbefund — Abdomen:
Abdomen: Weich, kein Druckschmerz, keine Abwehrspannung, keine Resistenzen. Darmgeräusche in allen vier Quadranten regelrecht. Leber und Milz nicht vergrößert tastbar.
Normalbefund — neurologisch:
Neurologie: Hirnnerven intakt. Pupillen isokor, Lichtreaktion direkt und konsensuell prompt. Kraft und Sensibilität an allen Extremitäten seitengleich. Keine pathologischen Reflexe. Koordination unauffällig.
Arztbriefe
Der Arztbrief ist das zentrale Kommunikationsmittel zwischen Ärzten. Ob Entlassungsbrief, Überweisungsbrief oder Befundbericht an den Hausarzt — Textbausteine standardisieren die Struktur und sparen erheblich Zeit:
Arztbrief an Facharzt — Überweisung:
Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,
ich überweise Ihnen o.g. Patienten zur {{select:Mitbeurteilung,weiteren Diagnostik,Mitbehandlung}} bei {{input:Überweisungsgrund}}.
Anamnese: {{input:Relevante Anamnese}}
Befunde: {{input:Relevante Befunde}}
Aktuelle Medikation: {{input:Medikamentenliste}}
Fragestellung: {{input:Konkrete Fragestellung an den Facharzt}}
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Befundbericht an Hausarzt:
Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,
wir berichten über Ihren Patienten {{input:Name}}, geb. {{input:Geburtsdatum}}, der sich am {{input:Datum}} in unserer Praxis vorstellte.
Diagnose(n): {{input:Diagnosen}}
Anamnese und Befund: {{input:Anamnese und Befund}}
Durchgeführte Untersuchungen: {{input:Untersuchungen und Ergebnisse}}
Beurteilung und Empfehlung: {{input:Beurteilung}}
Empfohlene Therapie: {{input:Therapieempfehlung}}
Wiedervorstellung: {{select:In 4 Wochen,In 3 Monaten,In 6 Monaten,Bei Bedarf,Nicht erforderlich}}
Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Einweisung ins Krankenhaus:
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
ich überweise Ihnen o.g. Patienten zur stationären Aufnahme wegen {{input:Einweisungsgrund}}.
Aktuelle Beschwerden: {{input:Beschwerden}}
Vorerkrankungen: {{input:Vorerkrankungen}}
Aktuelle Medikation: {{input:Medikamentenliste}}
Allergien: {{input:Allergien/Unverträglichkeiten}}
Bitte um {{select:weitere Diagnostik und Therapie,operative Versorgung,stationäre Einstellung}}. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung & Atteste
Die Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) gehört zu den häufigsten Routinetätigkeiten in der Hausarztpraxis. Seit Einführung der eAU wird die Krankmeldung elektronisch an die Krankenkasse übermittelt, doch Begleittexte und Dokumentation erfordern weiterhin wiederkehrende Formulierungen:
AU-Dokumentation in der Patientenakte:
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt vom {{date}} bis voraussichtlich {{input:Enddatum}}. Diagnose: {{input:Diagnose}} (ICD-10: {{input:ICD-10}}). {{select:Erstbescheinigung,Folgebescheinigung}}. {{select:Arbeitsunfähigkeit besteht seit dem heutigen Tag,Arbeitsunfähigkeit besteht seit dem}} {{input:Datum falls abweichend}}. Wiedervorstellung {{select:zum Ablauf der AU,am,bei Verschlechterung}}.
Ärztliches Attest:
Hiermit wird bescheinigt, dass {{input:Vorname Name}}, geb. am {{input:Geburtsdatum}}, am {{date}} in meiner Praxis untersucht wurde. Aus ärztlicher Sicht {{select:bestehen keine Bedenken gegen die Ausübung von,ist der Patient/die Patientin derzeit nicht in der Lage zu}} {{input:Tätigkeit/Zweck}}. {{select:Keine Einschränkungen.,Folgende Einschränkungen bestehen:}} {{input:Einschränkungen falls zutreffend}}
Reha-Antrag — ärztlicher Befundbericht:
Patient leidet seit {{input:Dauer}} an {{input:Diagnosen}}. Bisherige Therapie: {{input:Bisherige Therapie}}. Trotz konsequenter ambulanter Behandlung konnte keine ausreichende Besserung erzielt werden. Eine {{select:stationäre,ambulante}} Rehabilitationsmaßnahme wird für medizinisch notwendig erachtet, um {{input:Rehabilitationsziel}}.
DMP-Dokumentation
Die Dokumentation von Disease-Management-Programmen (DMP) für Diabetes mellitus Typ 2, KHK, Asthma und COPD gehört zum Praxisalltag. Standardisierte Textbausteine beschleunigen die Quartals-Dokumentation:
DMP Diabetes mellitus Typ 2:
DMP-Dokumentation Diabetes mellitus Typ 2, {{input:Quartal/Jahr}}. HbA1c: {{input:HbA1c-Wert}} % (Ziel: {{select:< 7,0 %,< 7,5 %,individuell}}). Blutdruck: {{input:RR-Wert}}. Fußinspektion: {{select:Durchgeführt — unauffällig,Durchgeführt — Auffälligkeiten,Nicht durchgeführt}}. Augenhintergrund: {{select:Aktuell,Überfällig — Überweisung Augenarzt veranlasst}}. Schulung: {{select:Besucht,Empfohlen,Abgelehnt}}. Therapieanpassung: {{select:Keine Änderung,Dosisanpassung,Medikamentenwechsel,Insulintherapie begonnen}}.
DMP KHK:
DMP-Dokumentation KHK, {{input:Quartal/Jahr}}. Aktuelle Beschwerden: {{select:Beschwerdefrei,Belastungsdyspnoe,Angina pectoris bei Belastung}}. NYHA-Stadium: {{select:I,II,III,IV}}. Blutdruck: {{input:RR-Wert}}. LDL: {{input:LDL-Wert}} mg/dl (Ziel: {{select:< 70,< 55}}). Thrombozytenaggregationshemmer: {{select:Ja,Nein — Kontraindikation}}. Statin: {{select:Ja,Nein — Kontraindikation,Nein — Unverträglichkeit}}. Betablocker: {{select:Ja,Nein}}.
IGeL-Leistungen & Patientenaufklärung
Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) erfordern schriftliche Aufklärung und Einwilligung:
IGeL-Aufklärung:
Der Patient/die Patientin wünscht die Durchführung folgender individueller Gesundheitsleistung (IGeL): {{input:Leistung}}. Es wurde darüber aufgeklärt, dass diese Leistung nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehört und die Kosten vom Patienten selbst getragen werden müssen. Kosten gemäß GOÄ: {{input:Betrag}} EUR. Schriftliche Einwilligung liegt vor. Leistung am {{date}} durchgeführt.
Vorsorge & Früherkennung
Gesundheitsuntersuchung (Check-up):
Gesundheitsuntersuchung gemäß § 25 SGB V durchgeführt am {{date}}. Anamnese erhoben, Ganzkörperuntersuchung durchgeführt. Labor: {{select:Unauffällig,Auffälligkeiten — siehe Laborbefund}}. Beratung zu Lebensstil und Risikofaktoren durchgeführt. Impfstatus überprüft. {{select:Keine weiteren Maßnahmen erforderlich,Weiterführende Diagnostik veranlasst}}.
Hautkrebs-Screening:
Hautkrebs-Screening gemäß § 25 Abs. 2 SGB V durchgeführt am {{date}}. Inspektion der gesamten Körperoberfläche. Befund: {{select:Unauffällig,Auffällige Läsion(en) — Überweisung Dermatologie veranlasst}}. Beratung zu UV-Schutz und Selbstuntersuchung durchgeführt.
Medikationsplan & Verordnungen
Seit 2016 haben Patienten mit drei oder mehr verordneten Medikamenten Anspruch auf einen Medikationsplan. Textbausteine beschleunigen die Dokumentation:
Medikationsplan-Dokumentation:
Medikationsplan erstellt/aktualisiert am {{date}}. Aktuelle Dauermedikation mit Patient/in besprochen und abgeglichen. {{select:Keine Änderungen,Änderungen vorgenommen}}: {{input:Änderungen falls zutreffend}}. Patient/in bestätigt Verständnis aller Medikamente. Aktueller Plan ausgehändigt.
Heilmittelverordnung — Begleittext:
Verordnung von {{select:Krankengymnastik,Manuelle Therapie,Ergotherapie,Logopädie,Podologische Therapie}} wegen {{input:Diagnose}} (ICD-10: {{input:ICD-10}}). {{select:Erstverordnung,Folgeverordnung,Verordnung außerhalb des Regelfalls}}. {{input:Anzahl}} Behandlungen, {{select:1x,2x,3x}} wöchentlich.
Textbausteine zum Ausprobieren
Hier finden Sie einsatzbereite Textbausteine für die Arztpraxis mit dynamischen Platzhaltern. Laden Sie sie herunter, um sie direkt in PhraseVault zu importieren, oder nutzen Sie sie als Vorlage für Ihre eigene Bibliothek.
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Wichtiger Hinweis: Die in diesem Artikel gezeigten Textbausteine und Formulierungsbeispiele dienen ausschließlich der Veranschaulichung und entsprechen möglicherweise nicht den aktuellen Leitlinien, Fachinformationen oder gesetzlichen Vorgaben. Es liegt in der Verantwortung des Arztes und des Praxisteams, alle Texte vor der Verwendung auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Berufsstandards zu prüfen. PhraseVault ist ein Textproduktivitätswerkzeug — keine klinische Referenz und kein medizinisches Informationssystem.
Patientendaten bleiben auf Ihrem Rechner
Patientendaten erfordern strengsten Datenschutz. PhraseVault speichert alle Textbausteine ausschließlich lokal in einer SQLite-Datenbank auf Ihrem Rechner — keine Cloud-Synchronisierung, keine Telemetrie, kein Benutzerkonto. Ihre Textbaustein-Bibliothek verlässt Ihr Gerät niemals.
Diese lokale Architektur vereinfacht die Einhaltung der DSGVO und der ärztlichen Schweigepflicht, da keine patientenbezogenen Texte an externe Server übertragen werden. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist nicht erforderlich, da kein externer Server involviert ist.
Der Quellcode ist öffentlich einsehbar, sodass Ihre IT-Abteilung oder Ihr Datenschutzbeauftragter genau prüfen kann, was die Software tut.
Erfahren Sie mehr über lokale Datenspeicherung und DSGVO-Konformität.
Eine Textbaustein-Bibliothek für die gesamte Praxis
Mit der Team-Freigabe arbeiten alle Ärzte, MFA und Verwaltungsmitarbeiter Ihrer Praxis aus derselben Bibliothek. Legen Sie die gemeinsame Datenbank auf einem sicheren Netzlaufwerk ab, und das gesamte Team greift auf identische Vorlagen zu. Aktualisiert ein Arzt einen Arztbrief oder ein Überweisungsformular, steht die Änderung sofort an jedem Arbeitsplatz zur Verfügung — ohne manuelle Synchronisierung, ohne Versionskonflikte.
Besonders wertvoll für Gemeinschaftspraxen und MVZ (Medizinische Versorgungszentren), in denen einheitliche Dokumentation und Patientenkommunikation entscheidend sind.
Funktioniert mit jedem Praxisverwaltungssystem
PhraseVault arbeitet über die Zwischenablage und funktioniert daher neben jedem Praxisverwaltungssystem — ob Medistar, CGM M1, medatixx, Turbomed, tomedo oder ein anderes System. Auch in der ePA (elektronische Patientenakte), in Word, Outlook und jedem anderen Programm. Keine Integration nötig, keine Plugins, kein IT-Aufwand. Wenn Sie Text einfügen können, funktioniert PhraseVault.
PhraseVault in Ihrer Praxis testen
Laden Sie PhraseVault herunter und testen Sie es 14 Tage lang kostenlos mit vollem Funktionsumfang. Bauen Sie Ihre Textbaustein-Bibliothek für die Praxis auf und geben Sie Ihrem Team die Stunden zurück, die an repetitive Dokumentation verloren gehen — jeden Tag.
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